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Was ist "Hospiz"?

Die Hospiz-Idee nimmt einen Grundgedanken des mittelalterlichen „hospitium“ (= Herberge, Gastfreundschaft) auf, das Pilgern an besonders gefährdeten Stellen ihrer Reise Schutz und Hilfe bot.
Die moderne Hospizbewegung entstand durch die englische Ärztin Cicely Saunders (*22.06.1918 +14.07.2005) in London. Durch die beiden ausgezeichneten Filme "Die letzte Station" (Adolf-Grimme-Preis) und "Noch 16 Tage" (Internationaler Dokumentationspreis Salzburg), die Pater Reinhold Iblacker S.J. (*29.03.1930 +27.06.1996) im Christophorus Hospiz in London 1971 und 1974 für die ARD drehte, kam die Hospizidee nach Deutschland. Ebenso wirkte Pater Reinhold Iblacker S.J. beratend an dem Film über Cicely Saunders und die Entstehung der Hospizidee "Der Tod - mein Leben" mit.

Heute steht „Hospiz“ für einen Umgang mit Sterben, Tod und Trauer, der den Bedürfnissen von Menschen unserer Tage im letzten Abschnitt ihrer „Lebensreise“ gerecht wird. Sterben wird als natürlicher Vorgang angesehen, den es weder zu beschleunigen noch hinauszuzögern gilt.

Konkret erfolgen Behandlung und Linderung der Beschwerden (vor allem eine wirksame Schmerztherapie), Pflege und Betreuung, wenn möglich zu Hause mit Unterstützung des Ambulaten Hospiz oder auf der Palliativstation, im stationären Hospiz oder in hospiz-orientierten Einrichtungen. Den Kranken und deren Angehörigen stehen Ärzte, Pflegepersonal, Seelsorger, Sozialarbeiter sowie ehrenamtliche Hospizhelfer/innen unterstützend und begleitend zur Seite, auf Wunsch den Angehörigen auch noch in der Trauerzeit

Weitere Informationen:
Wie in Deutschland alles begann - Angelika Westrich